Ganzheitliche Behandlung, Brustbereich, Brustbein, Brustkorb, Minimal Draping, Palpation, Faszien, Atmung, Schultergürtel, Nacken, Rücken
Bei einer ganzheitlichen Behandlung wird der Körper nicht in einzelne Bereiche aufgeteilt. Muskulatur, Faszien, Gelenke, Atmung und Bewegungsabläufe beeinflussen sich gegenseitig.
Der Brustbereich ist dabei besonders wichtig. Er verbindet funktionell Nacken, Schultern, Rücken, Wirbelsäule, Rippen und Bauch miteinander und spielt gleichzeitig eine zentrale Rolle bei der Atmung.
Deshalb gehört der Brustbereich bei MM Massagen selbstverständlich zur ganzheitlichen Betrachtung des Körpers.
Warum ist der Brustbereich so wichtig?
Der Brustkorb besteht nicht einfach nur aus Haut und Rippen. In diesem Bereich befinden sich zahlreiche Muskeln, Faszien, Gelenkverbindungen und funktionelle Strukturen, die an Haltung, Atmung und Bewegung beteiligt sind.
Besonders wichtig sind die Verbindungen zwischen Brustmuskulatur, Schultergürtel, Rippen, Brustwirbelsäule und Atemmuskulatur.
Spannungen oder Bewegungseinschränkungen in diesem Bereich können deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
Wer beispielsweise Beschwerden im Nacken, an den Schultern oder im oberen Rücken hat, sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass die Ursache ausschließlich dort liegt, wo der Schmerz wahrgenommen wird.
Der Körper arbeitet als zusammenhängendes System.
Atmung und Brustkorb
Auch bei jeder Ein- und Ausatmung bewegt sich der Brustkorb.
Rippen, Brustwirbelsäule, Atemmuskulatur und Faszien sind an diesen Bewegungen beteiligt. Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel und steht funktionell mit weiteren Strukturen des Rumpfes in Verbindung.
Deshalb kann der Brustbereich bei einer ganzheitlichen Betrachtung nicht einfach ignoriert werden.
Schulter, Nacken und Brustbereich gehören zusammen
Die Schulter funktioniert ebenfalls nicht unabhängig vom Brustkorb.
Muskeln des Brustbereichs haben direkte funktionelle Beziehungen zum Schultergürtel und zu den Armen. Auch die Position und Beweglichkeit des Brustkorbs und der Brustwirbelsäule beeinflussen die Bewegung der Schulter.
Genau deshalb behandle ich nicht automatisch nur die Schulter, wenn jemand mit Schulterbeschwerden zu mir kommt.
Ich schaue auf die Zusammenhänge des gesamten Körpers.
Warum direkter Hautkontakt?
Bei MM Massagen arbeite ich mit Palpation und manuellen Techniken direkt am Körper.
Durch direkten Hautkontakt können Muskulatur, Gewebespannung und Faszien unmittelbar ertastet und behandelt werden.
Ein Handtuch zwischen meinen Händen und dem behandelten Bereich würde diese direkte Palpation und manuelle Arbeit einschränken.
Deshalb wird der Bereich, an dem ich gerade arbeite, aufgedeckt.
Minimal Draping
Dieses Behandlungskonzept nennt sich bei MM Massagen Minimal Draping.
Der Körper bleibt während der Behandlung grundsätzlich mit einem Handtuch bedeckt. Der jeweils behandelte Bereich wird aufgedeckt.
Wird am Brustbereich gearbeitet, wird deshalb auch dieser Bereich ohne Abdeckung behandelt.
Der Intimbereich bleibt abgedeckt.
Dabei geht es um Anatomie, direkten Hautkontakt, Palpation und eine präzise manuelle Behandlung.
Warum sollte gerade der Brustbereich ausgelassen werden?
Wenn eine Behandlung wirklich ganzheitlich sein soll, wäre es für meinen Ansatz nicht sinnvoll, einen funktionell wichtigen Körperbereich grundsätzlich auszuschließen.
Brustkorb, Atmung, Schultergürtel, Nacken, Rücken, Muskulatur und Faszien stehen miteinander in Verbindung.
Bei MM Massagen wird deshalb nicht nach einem starren Schema entschieden, welche Körperregion wichtig sein darf und welche nicht.
Der Körper und das individuelle Problem bestimmen die Behandlung.
Ganzheitlich bedeutet den ganzen Körper betrachten
Bei MM Massagen gehören Begutachtung, Bewegungs- und Funktionstests, Palpation, Muskulatur, Faszien und manuelle Behandlung zusammen.
Der Brustbereich ist dabei kein Sonderfall.
Er ist anatomisch und funktionell ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers.
Und übrigens …
Haben Sie sich beim Lesen vielleicht die ganze Zeit vorgestellt, dass wir von einer Frau sprechen?
Wer sagt das eigentlich?
Bis zu diesem Punkt wurde überhaupt nicht gesagt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.
Und genau das ist interessant.
Denn anatomisch betrachtet gehört der Brustbereich zum menschlichen Körper – bei Frauen genauso wie bei Männern.
Und übrigens: Mit Brustbereich meine ich Brustbein, Brustkorb und die dazugehörigen muskulären und faszialen Strukturen – und nicht die Brüste an sich. 😉
Vielleicht zeigt gerade diese Unterscheidung, wie schnell das Wort „Brust“ eine bestimmte Vorstellung auslöst, obwohl therapeutisch zunächst einmal von einer Körperregion und ihrer Funktion die Rede ist.
MM Massagen – viel mehr als nur massierenGanzheitlich behandeln bedeutet, den ganzen Menschen und die Zusammenhänge seines Körpers zu betrachten.